Eine Reise zum Baby beginnt mit dem zweiten Streifen – nicht bei mir!

Blogeintrag von Elena Oberdorfer

Ungeschminkt aus dem Alltag, der nach Baby riecht

 

Wie riecht denn ein Baby?

Süß nach Mamamilch oder säuerlich nach seinem Pups? – Entschuldigung für diese Vorstellung, aber wer hätte gedacht, dass aus dem Babypups eine wahre Wissenschaft werden kann! Nun aber ganz von vorn.. oder nein, besser in den Mitteilteil des Geschehens!

Na klar habe auch ich Geschichten aus dem Babyleben erzählt bekommen. Von Mamas, Omas und Bekannten, die so viel mehr wissen. Nein, WUSSTEN! Ich betreibe nämlich seit Neustem ein intensives Babystudium und nehme diese Aufgabe gewissenhaft wahr. Parallel zum Theorieteil besteht dieses Studieren aus ganz viel Praxis. Also genau was für mich, obwohl Bücher auf mich schon immer eine anziehende Wirkung ausgeübt haben und ich mich mit ihnen ankleiden könnte. Trotzdem, der Praxisteil hat es in sich und man kann ihn nicht schwänzen oder so.

Im noch streng geheimen ersten Trimester brütete ich über den Gedanken was wohl nach der Übelkeit, den heftigen Launen und häufigen Kopfschmerzen noch kommen soll. Was hatte das alles zu bedeuten und überhaupt mit Baby zu tun? Aber klar war, dass etwas mit mir nicht stimmte. Ich beschloss die Sache in die Hand zu nehmen. Nachdem ich mich mit einer Internetcommunity über den sehr wagen Streifen auf meinem bereits zweiten Schwangerschaftstest ausgesprochen hatte und mir Ratschläge eingeholt habe, wobei ich das Bildchen mit dem abfotografierten Ergebnis doch nicht geschafft habe zu posten, war ich sichtlich aufgebaut, da mir bereits die ersten Glückwünsche Unbekannter entgegen strömten. Wooow! Denn die Mehrheit tippte auf ganz sicher „schwanger“.
Also schwanger.
Ganz einfach. Ich hatte wirklich genug von den adrenalingeladenen Einkäufen mit Schwangerschaftstest und meine Gedanken kreisten nur noch um das bedeutugsvolle Wort.

Doch einer war noch nicht überzeugt. Für meinen Mann waren diese Streifen zu dünn (ich legte ihm beide Tests, die ich an verschiedenen Tagen ausprobiert hatte, nebeneinander), also eigentlich unsichtbar!
„Wenn man schwanger ist, dann muss es deutlich und dick erscheinen.“ So der Profi. Mein Flattern im Bauch wurde erstickt und ich war doch etwas genervt über diese so eindeutige Feststellung.
Nun aber wie gesagt, wer es besser wissen will, fragt die Community! 😉

Wieder irritiert beschloss ich also meine Frauenärztin aufzusuchen, denn wer sonst konnte hier noch Licht ins Dunkel bringen und mir unverblümt sagen was mit mir los ist. Beim ersten Hinsehen erschien ihr der zweite Streifen auf dem Test ziemlich deutlich, so dass der Test positiv für das Baby ausfiel. „Haha“ dachte ich an meinen Mann! Doch dann, beim genaueren Untersuchen mit dem Ultraschallstab, war das Suchen des Sprösslings wieder an der Reihe und ich wurde wirklich nervös. Ein Bluttest sollte meinen Fall schließlich aufklären.
Zwei Tage später meldete ich mich also telefonisch in der Praxis, um das Ergebnis zu erfahren.
Ganz nüchtern und klar, ohne Trommelwirbel und dingtadam, verkündete mir die Stimme am Telefon: „Ja, Sie sind schwanger“.

Ich hielt die Luft an.

Schnell entschloss ich mich aber professionell ruhig zu bleiben und ließ weder das Kribbeln im Bauch, noch einen lauten Freuden- bzw. Schreckensschrei zu. Ganz im nüchternen Stil meiner Gesprächspartnerin, erkundigte ich mich noch einmal, ob es denn gaaaanz sicher sei „Aha..oh wow..Danke“ und legte auf.

Diesen Augenblick lies ich mir aber dann doch auf der Zunge zergehen. Oder war es im Kopf? – Denken konnte ich in diesem Moment ganz sicher nicht, aber auf jeden Fall pochte mein Herz ganz wild. Oh mann, was steht mir bloß bevor?

Ich entschloss mich den prickelnden Moment, bei dem der zukünftige Vater eingeweiht werden sollte, noch etwas zu verschieben. Nach dem vielen Hin und Her, wollte ich noch mit der Verkündigung abwarten und einfach mal innehalten..
Aber was wollte ich genau abwarten? Die Tatsache, dass es sich ganz klar bestätigt. Also ein sichtbares Zeichen, zum Beispiel ein Wink des kleinen Einwohners, denn leichtgläubig ist mein Mann ja nicht.

Es mussten also Beweise her. Bilder, Fakten und vor allem ein großer runder Bauch und vielleicht noch viel mehr Übelkeit!
Nein, in Wirklichkeit wurde mein Mann bereits ein paar Tage nach dem aufklärenden Bluttest bei einem nächtlichen Besuch in der Klinik vom Gynäkologen persönlich als „sind Sie der werdende Vater?“ angesprochen worden. Diese Feststellung und der zukünftige Status Papa hat ihn sichtlich erfreut und mich beruhigt. Darauf wurde mein starkes Unterleibziehen als ganz normales Schwangerschaftssymptom bezeichnet und wir wurden mit dem ersten Bildchen- einem Minipünktchen, nach Hause geschickt.

Es geht also los.

Die Reise hatte bereits begonnen. Zum Baby, mir bis dahin unbekannten Weltwunder! Apropos, ich finde wirklich, dass Babys (und ihre Mamas und auch einige Papas) zu den Weltwundern aufgenommen werden sollten! Schaut doch nur wie lange es sie schon gibt und mit welchem Aufwand sie auf die Welt kommen und erst entstehen!Faszinierend.

Ende Blogeintrag

Juni 27, 2016
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2 Comments

  • Reply Viky294

    Bei mir war es so ähnlich.3 schwangerschaftstests mit einem „kaum sichtbaren“ Streifen und eine Forum Community mit vieeeeelen Glückwunschen =) Was würden wir nur ohne das Internet tun? =)

    März 26, 2017 at 3:45 pm
    • Reply Elena

      Oh schön! Auf das Internet ist wirklich verlass 😉
      Naja, man selbst kann es zuerst nicht glauben, aber ein zweiter Streifen ist ein zweiter Streifen <3
      LG , Elena

      März 29, 2017 at 8:15 pm

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