Es ist vorbei

Der Koffer - Ein Blogeintrag von Oh!Mama Bloggerin Elena Oberdorfer

Der  Sommerkoffer ist gepackt

Ich sehe kalte, nackte Füße auf dem Boden und ich weiß, es ist vorbei. Diesmal bin ich aber schwermütig und will ich es einfach nicht wahr haben, doch der Koffer ist bereits gepackt. Es ist so weit. Die Reise wird kurz sein und nicht einmal schön, wobei man von einer Reise gar nicht sprechen kann, denn es geht nur runter in den Keller!
Gerade aber steht der Koffer noch unberührt in der Ecke und verschlingt immer mehr schöne, bunte Teile. Lieblingsteile des nun endenden Sommers, die nach dem Waschen nach und nach darin verschwinden. 
Letzte Woche haben wir die außergewöhnlich warmen Tage des Spätsommers zusammen im Park genießen können und bereits da habe ich mir gewünscht, dass er nicht enden soll.. dieser Sommer.

Nicht die Hitze und die schwitzenden Füße werde ich vermissen, sondern das was es mit mir macht.

Fröhliche und schwerelose Gedanken, Lust den ganzen Tag nur die saftig süße Wassermelone zu essen und ganz viel draußen sein mit Picknickdecke und Baby auf dem Rücken!

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Zugegeben, ich war nicht ständig ausgeglichen und auch oft müde, denn schließlich habe ich einen kleinen und nicht wenig anspruchsvollen Wirbelwind zu unterhalten. 
Und doch waren so viele schöne Augenblicke dabei, die uns als frischgebackene Kleinfamilie gestärkt haben und mich im Innern ermutigt
Die Zeit schien in den heißen Tagen wie stehengeblieben zu sein.. einiges davon festgehalten auf Fotos, die bereits ausgedruckt wurden, um uns immer wieder fröhlich zu stimmen.
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 —auf Papas Armen ist die Freude riesengroß—
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—Ein Sommerabend bei uns am Stadtstrand—

Ganz schön untypisch für mich dieses Klammern an den Sommer und so ganz verstehe ich auch nicht was los ist mit mir, denn eigentlich liebe ich das bunte Gold des Herbstes.. das wilde Blätterchaos auf dem dunklen, nassen Asphalt und den Matsch der Wiesen und Pfade im Wald. 
Ja, der Herbst ist wunderbar und von irgendwo bringt er einen Haufen Gefühle mich sich im Laubgeruch und in den Abendsonnenstrahlen. 
Manchmal liegt in der Luft dieser Duft von dem Anfang, welcher nun nicht mehr ist.
Und schon werde ich poetisch und melancholisch – nachdenklich und sehnsüchtig. 
Und tatsächlich, nehme ich pünktlich zum Herbstbeginn meine Neruda Gedichtesammlung aus dem Regal und während ich darin die wundervollen Zeilen lese, merke ich nicht, wie sie mich auf eine weite Gedankenreise mitnehmen.. So viel Träumerei!
„Geht doch“, denke ich und bemerke wie in mir die Herbstfreude aufsteigt! O ja, ich liebe ihn!
 
img_1907 Neruda
Doch was dann kommt ist bekanntlich der Winter und nur er kann die Herbststimmungen auffangen, wenn der Tag kommt an dem große Schneeflocken vom Himmel tanzen! 
Das ist wirklich der Augenblick, der mich, man könnte sagen, grundlos glücklich macht!..
Ach, wie kitschig höre ich die Stimme meines zweiten Ichs im Hintergrund..
Aber ja, so ist es eben! 
Zwar gestalte ich die Herbstdeko in den eigenen vier Wänden eher dezent, dennoch nehme ich mir einige schöne Basteleien für die gemütlichen Nachmittage daheim vor. Am liebsten habe ich es, wenn mein Mann da ganz begeistert mit macht und mich tatkräftig beim kleben, schneiden, zeichnen, unterstützt – aber ich vermute es kommt anders..
Im Sommer waren wir so oft es geht draußen und haben unseren Sonnenvorrat vollgetankt! Nun kann man aber ohne schlechtes Gewissen nur noch einmal am Tag mit dem bereits sieben Monate alten Baby draußen spazieren gehen. Gerade stelle ich mir jedoch vor, wie er sehr bald schon mit Lust und Freude in jede Pfütze springen würde, es wahrscheinlich doch noch lustiger draußen sein wird mit ihm! Noch kenne ich den Tag nicht, an dem er selbständig auf Erkundungsjagd gehen wird und davor will ich unbedingt diese paar DIYs (mit ihm) machen. 
 
  • Einen Salzteig mit Hand- und Fußabdruck

— eventuell als Geschenk für Großeltern zu Weihnachten. Also gleich zwei Exemplare!

  •  Auf einem getrocknetem Herbstblatt ein Bild malen
— das habe ich mal auf einem Kurzvideo in facebook gesehen und finde das so spannend auszuprobieren
  •  Mama – Papa – Baby – Handabdruck
— und das ganze in einen hübschen Rahmen
  •  auf Porzellan malen
— ganz unkompliziert stelle ich mir das vor..na mal sehen!
  •  neue Rezepte für Kuchen und Muffin ausprobieren
— ich bin am experementieren mit gesünderen Leckereien
  •  ist ähnlich wie der vorangegangene, aaaaber ganz viel Kürbis steht auf dem Programm!
— außer dem berühmten Hokkaido habe ich noch keine andere Kürbissorte zubereitet und das obwohl Kürbisse so vorzüglich schmecken)
  •  das wäre supertoll, wenn wir (und damit meine ich meinen liebsten Mann) es schaffen einen Kranz auf Ästen und dem vielen anderen Herbstzeug da draußen zu flechten..
  •  ein herbstliches Fotoshooting mit dem kleinen und großen Mann! Ach, das wäre zu schön 🙂
Ui, ui, ui.. Ist meine Auflistung vielleicht schon zu lang?
Zu viele Dinge will ich mir doch gar nicht vornehmen, dafür diese ein paar verwirklichen!
Ob das was wird in unserem oft chaotischen Babyalltag und den nun immer kürzeren Tagen?.. Auf Instagram werde ich das Handgemachte dokumentieren! 😉
Aber ersmal soll der unschöne Koffer in den Keller gebracht werden, was mir bei den vielen Herbst – to does nun doch eine Freude bereiten wird!

Erzählt mal geht es euch aus so, dass der Herbst einen hin und wieder melancholisch stimmt und man weiß nicht wieso?

Oder seid ihr mit ebenfalls mit ein paar DIYs beschäftigt? Welche schöne Ideen habt ihr noch für mich?

Auf bald!
Eure Elena
September 30, 2016
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